Fortbildungen für Medizinische Fachangestellte

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Ambulantes Operieren in der Augenheilkunde

Ambulante Operationen vom Glaukom bis zur Lidkorrektur spielen in der Augenheilkunde eine große Rolle. Für diese Eingriffe ist kompetente Assistenz unerlässlich. MFA unterstützen den Arzt in allen Phasen des Eingriffs – von der Vorbereitung des OP-Raums bis zur Kontrolle der Vitalfunktionen während des Eingriffs. Darüber hinaus sind sie für die Betreuung der Patienten zuständig und erledigen organisatorische sowie Verwaltungsaufgaben.

Das Curriculum macht MFA fachlich fit für den Einsatz im OP und vermittelt Kompetenzen, die deutlich über das Niveau der Ausbildung hinausgehen.

Folgende Handlungskompetenzen werden vermittelt:

Die Medizinische Fachangestellte unterstützt den Arzt bei der Vorbereitung, Durchführung und Nachsorge ambulanter Augenoperationen.

 

  • Sie verfügt über eingriffsbezogene, pathophysiologische Kenntnisse.
  • Sie übernimmt die Vor- und Nachbereitung der OP-Einrichtung inklusive der Instrumente, Materialien und Geräte, die für den Eingriff benötigt werden.
  • Sie unterstützt den Arzt fach- und situationsgerecht während der Operation.
  • Sie führt fachspezifische Hygienemaßnahmen durch und überwacht diese.
  • Sie kümmert sich um die Vorbereitung, Überwachung und Nachsorge des Patienten.
  • Sie verfügt über notfallspezifische Kompetenz.
  • Sie übernimmt begleitende Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben einschließlich des Qualitätsmanagements.
  • Sie setzt im Sinne des „lebenslangen Lernens“ neues Wissen, neue Methoden sowie Arbeitstechniken und -verfahren selbstständig um.

So ist das Curriculum strukturiert:

 

120 Stunden in Form eines berufsbegleitenden Lehrgangs, der fachtheoretischen und fachpraktischen Unterricht sowie ein Praktikum integriert.

 

Umfang des fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichts               96 Stunden

 

Praktikum                                                                                                     24 Stunden

(Das Praktikum findet in strukturierter und dokumentierter Form in maximal zwei Einrichtungen statt, die auf die Behandlung des vorderen und hinteren Augenabschnittes spezialisiert sind. Dies können Universitätskliniken, Krankenhäuser, Privatkliniken, OP-Zentren oder OP-Praxen sein. Sie sollten ein Qualitätsmanagement-Zertifikat vorweisen können.)

 

 

Für die Teilnahme wird vorausgesetzt:

 

  • Berufsausbildung und erfolgreiche Prüfung zur Medizinischen Fachangestellten bzw. Arzthelferin oder zur Krankenschwester bzw. zum Krankenpfleger mit mindestens sechsmonatiger Tätigkeit in einem ambulanten Augen-OP.

 

Hier ein Überblick über Inhalte und Stundenverteilung:

 

Fachtheoretischer und fachpraktischer Unterricht

 

96 Stunden

Modul 1: Grundlagen der Augenheilkunde

(u.a. Anatomie des Auges, Häufigkeit und typische Augenerkrankungen, operative Therapie, gängige Verfahren)

20 Stunden

 

Modul 2: Instrumente, Geräte und Materialien

(u.a. Hochfrequenz-Chirurgiestrom, Infusions-/Aspirationssystem, OP-Mikroskop, Möglichkeiten der Bilddokumentation, Abdeckmaterialien, operatives Zubehör)

8 Stunden

 

Modul 3: Mitarbeit bei augenärztlichen Operationen

(u.a. Vorbereitung des Eingriffs, Assistenz bei Katarakt-, Glaukom-, Schiel-, Lid- und Netzhautoperationen, Umgang mit Untersuchungsmaterialien)

12 Stunden

Modul 4: Peri- und intraoperative Patientenbetreuung

(u.a. Verhalten in Stresssituationen, Patientengespräch, Lagerung, Kontrolle der Vitalfunktionen, Nachsorge)

6 Stunden

 

Modul 5: Spezielle augenärztliche Operationen

(u.a. Amotio, refraktive Chirurgie)

12 Stunden

Modul 6: Hygiene

(u.a. Vorschriften und Rechtsquellen, Mikrobiologie und Infektiologie, Grundlagen der Hygiene, technische und organisatorische Hygiene) 

12 Stunden

Modul 7: Medikamente

(u.a. Pupillenerweiternde und -verengende Medikamente, Glaukompräparate, Antibiotika, Umgang mit Medikamenten in Spüllösungen)

2 Stunden

Modul 8: Anästhesieverfahren und Notfälle

(u.a. Überblick, Überwachungsgeräte, mögliche Komplikationen, Nebenwirkungen von Medikamenten, Notfallmanagement)

8 Stunden

Modul 9: Verwaltung, Organisation, Dokumentation

(u.a. Ablaufplanung, ambulant/stationäre Schnittstellen, Logistik, Dokumentation, Abrechnung)

8 Stunden

Modul 10: Qualitätsmanagement und Qualitätssicherung

(u.a. Qualitätshandbuch, Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität, Zertifizierung)

6 Stunden

Modul 11: Recht und Arbeitsschutz

(u.a. Straf- und zivilrechtliche Haftung, Arbeitsschutz)

2 Stunden

Praktikum

24 Stunden

 

Gesamt

 

120 Stunden

 

 

So sieht der Abschluss aus:

 

Am Ende der Fortbildung findet eine schriftliche und eine mündlich-praktische Prüfung von insgesamt 30 Minuten statt. Zur Prüfung zugelassen wird, wer

  • mindestens 90 % des Unterrichts besucht hat
  • den Nachweis über das Praktikum vorlegen kann.

Nach bestandener Prüfung erhält die Teilnehmerin ein Zertifikat des Veranstalters.

Die gesamte Fortbildung ist innerhalb von 12 Monaten zu absolvieren.

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