Fortbildungen für Medizinische Fachangestellte

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Elektronische Praxiskommunikation und Telematik

Moderne Technologien wie die elektronische Praxisverwaltung und Kommunikation sowie Telemedizin werden sich in Arztpraxen künftig verstärkt etablieren. Sie bieten großes Potenzial: Telemedizinische Dienste beispielsweise ermöglichen die Interaktion zwischen Arzt, MFA und Patient auch über Entfernungen. Chronisch Kranke oder Pflegebedürftige können auf diese Weise individuell zu Hause betreut werden. So kann die MFA beim Hausbesuch per Laptop, Handy und Webcam eine Videokonferenz mit der Praxis schalten und dem Arzt etwa ein EKG übermitteln, das dieser direkt auswerten kann. Das Curriculum vermittelt das notwendige Know-how für einen sicheren Umgang mit den neuen Technologien. Damit erwerben MFA Fähigkeiten und Kompetenzen, die weit über das Niveau der Ausbildung hinausgehen. 

Folgende Handlungskompetenzen werden vermittelt:

  • Die Medizinische Fachangestellte setzt Informations- und Kommunikationstechnologien in der Arztpraxis sachgerecht und in allen Funktionalitäten ein.
  • Sie kommuniziert mit internen sowie externen Partnern und beachtet dabei Aspekte des Datenschutzes und der Datensicherheit.
  • Sie unterstützt die Organisation des betrieblichen Ablaufs, indem sie die Informations- und Kommunikationstechnologien entsprechend integriert. Sie wendet diese effizient an und wirkt bei der Hard- und Softwareplanung mit.
  • Sie wirkt bei der strukturierten, elektronisch gestützten Patientenbehandlung mit.
  • Sie wendet telemedizinische Verfahren insbesondere in der Häuslichkeit des Patienten an und unterstützt dabei Patient und Arzt im Rahmen kontinuierlicher Überwachungsmaßnahmen.

So ist das Curriculum strukturiert:

80 Stunden in Form eines berufsbegleitenden Lehrgangs, der fachtheoretischen und fachpraktischen Unterricht enthält.

Umfang des fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichts             80 Stunden

(Die Module sind innerhalb 5 Jahren zu absolvieren.)


Für die Teilnahme wird vorausgesetzt:

Berufsausbildung und Prüfung als Medizinische Fachangestellte oder Arzthelferin bzw. erfolgreich abgeschossene Berufsausbildung in einem anderen medizinischen Fachberuf mit angemessener Berufserfahrung.

Hier ein Überblick über Inhalte und Stundenverteilung:

Fachtheoretischer und fachpraktischer Unterricht

 

80 Stunden

Modul 1: Datenschutz und Datensicherheit

(u.a. Datenverarbeitung, Rechtsgrundlagen des Datenschutzes, Maßnahmen der Datensicherheit, weitergehende Sicherheitsmaßnahmen beim Einsatz automatisierter Verfahren)

 

20 Stunden

 

Modul 2: Informations- und Kommunikationstechnologie

(u.a. Dokumentation und Kommunikation medizinischer Daten, Datenbanken nutzen, Praxis im Internet präsentieren)

 

20 Stunden

 

Modul 3: Telemedizinische Grundlagen

(u.a. Möglichkeiten und Grenzen der Telemedizin, Anwendungsformen und Verfahrensabläufe, strukturierte Behandlungsprogramme, Kooperation der Leistungserbringer organisieren)


20 Stunden

Modul 4: Telemedizinische Anwendungen

(u.a. Telekardiologie, Teleradiologie-Netzwerke, Datenaufzeichnung und -speicherung, Übertragungstechnologien, Patienten anleiten)

 

20 Stunden

 

 Gesamt

(Module 1 und 2 sind deckungsgleich mit Modul 6 der Aufstiegsfortbildung „Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung“ und werden innerhalb eines Zeitraumes von 5 Jahren anerkannt. Entsprechende Nachweise sind erforderlich.)

 

80 Stunden

 

So sieht der Abschluss aus:

  • Schriftliche Prüfung von 45 Minuten Dauer, ggf. in programmierter Form. Anstelle der Gesamtprüfung kann wahlweise nach jedem Modul eine Teilprüfung erfolgen.
  • Nach bestandener Prüfung erhält die Teilnehmerin ein Zertifikat des Veranstalters.
  • Die Fortbildung ist in einem Zeitraum von fünf Jahren zu absolvieren.

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