Fortbildungen für Medizinische Fachangestellte

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Fortbildungscurriculum für MFA „Patientenbegleitung und Koordination“

In Zukunft wird es in Deutschland zunehmend mehr alte, pflegebedürftige und chronisch kranke Patienten geben. Um diese Patienten ganzheitlich und aus einem Guss betreuen zu können, werden sich neue Strukturen etablieren. Dazu gehören integrierte Versorgungsmodelle, die verschiedene medizinische Fachdisziplinen vernetzen oder Disease-Management-Programme. In diesem Bereich übernehmen Medizinische Fachangestellte wichtige Aufgaben: Sie halten engen Kontakt zu den Patienten, beraten, unterstützen und motivieren diese. Darüber hinaus organisieren und koordinieren sie das komplexe Betreuungsnetzwerk. Das Curriculum vermittelt die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten. Sie erweitern das Niveau der Ausbildung deutlich.

Folgende Handlungskompetenzen werden vermittelt:

  •  Die Medizinische Fachangestellte motiviert den Patienten zur Mitwirkung an den Therapiemaßnahmen, indem sie strukturiert, aktivierend und interaktiv mit ihm kommuniziert.
  • Sie unterstützt den Arzt bei der strukturierten Behandlung und dem Case-Management. Dabei wendet sie standardisierte Methoden und Techniken an.
  • An Schnittstellen der Versorgung koordiniert sie weitere Therapie- und Sozialmaßnahmen und übernimmt Überleitungsaufgaben.
  • Sie begleitet und unterstützt insbesondere chronisch kranke Patienten kontinuierlich.
  • Sie fördert die individuellen Ressourcen des Patienten und berücksichtigt dessen Ziele und Bedürfnisse.
  • Sie organisiert den internen und externen Informationsfluss.
  • Sie übernimmt begleitende Dokumentations- und Verwaltungsaufgaben.
  • Sie setzt neues Wissen, neue Methoden sowie Arbeitstechniken und -verfahren im Sinne des „lebenslangen Lernens“ selbstständig um.

So ist das Curriculum strukturiert:

40 Stunden in Form eines berufsbegleitenden Lehrgangs, der fachtheoretischen und fachpraktischen Unterricht enthält.

Umfang des fachtheoretischen und fachpraktischen Unterrichts             40 Stunden

(Die Module sind innerhalb von 5 Jahren zu absolvieren.)

Für die Teilnahme wird vorausgesetzt:

Berufsausbildung und Prüfung als Medizinische Fachangestellte oder Arzthelferin bzw. erfolgreich abgeschossene Berufsausbildung in einem anderen medizinischen Fachberuf mit angemessener Berufserfahrung, davon mindestens zwei Jahre in der ambulanten Versorgung.

Hier ein Überblick über Inhalte und Stundenverteilung:

 

Fachtheoretischer und fachpraktischer Unterricht

 

40 Stunden

Modul 1: Kommunikation und Gesprächsführung

(u.a. Gesprächstechniken anwenden, Strategien zur Konfliktlösung einsetzen, Auseinandersetzung mit der Berufsrolle)

 

8 Stunden

 

Modul 2: Wahrnehmung und Motivation

(u.a. Modelle zur Selbst- und Fremdwahrnehmung, Patienten zur Mitwirkung motivieren, Besonderheiten bestimmter Patientengruppen, soziales Umfeld von Patienten einschätzen)

 

8 Stunden

 

Modul 3: Interaktion mit chronisch kranken Patienten

(u.a. Interaktionsmuster erkennen, Interviewtechniken beherrschen, Besonderheiten chronisch Kranker, Beziehungsmanagement)

 

8 Stunden

Modul 4: Koordination und Organisation von Therapie- und Sozialmaßnahmen

(u.a. Koordination und Kooperation mit weiteren Therapeuten, Modelle strukturierter Behandlung, integrierte Versorgung, alle Aspekte des Case-Managements)

16 Stunden

 

 

Gesamt

(Module 1 und 2 sind für weitere Curricula anrechenbar. Entsprechende Nachweise sind erforderlich.)

 

 

40 Stunden

 

So sieht der Abschluss aus:

Der Lernerfolg ist in angemessener Form zu überprüfen und nachzuweisen. Nach erfolgreicher, bescheinigter Teilnahme an der Gesamtfortbildung erhält die Teilnehmerin am Schluss ein Zertifikat des Veranstalters.

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